Charakteristik: Feinwürzigen Duft, pikantes Fruchtspiel mit zarten Aromen von Aprikose und weißen Pfirsichen, perfekt eingebundene Säure und eine kaum wahrnehmbare Süße. Feinherber Nachklang. Viel Frucht und Würze und eine rassige Art.
Empfehlung: Zu besonderen Gelegenheiten und zu erlesenen feinen Speisen zu empfehlen. Geräuchertes Forellenfilet mit Sahne-Meerrettich, Ragout von grünem Spargel mit Scampi, Geflügel.
Herkunft: Ganz in die Nähe von Wiesbaden, in Oestrich-Winkel, liegt das älteste deutsche Weingut: Schloß Vollrads. Das Schloss besitzt eine auf das Jahr 1211 zurückgehende Weinbautradtion. Durch umfassende Investitionen in Kellertechnik und Sanierung des gesamten Anwesens erstrahlt es wieder in altem Glanz und zählt mit seinen Weinen zu den herausragendsten des Anbaugebietes. Sie wachsen auf denselben Südlagen halbkreisförmig um das Schloss herum, die schon im Mittelalter vom Gut bewirtschaftet wurden. Heute verbindet sich diese lange Tradition mit modernsten weinbautechnischen Einrichtungen und sorgsamer Pflege der Vollradser Weine. So sind auf 55ha Weinbergen ausschließlich Rieslingreben gepflanzt. Der konsequente Rieslinganbau, die Begrenzung der Erntemenge durch den Rebschnitt, die umsichtige Pflege der Weinberge nach den neuesten Erkenntnissen, späte, selektive Lese und der schonende Ausbau der Weine sind die wichtigsten Maßnahmen, die zur Erreichung bester Weinqualität ergriffen werden. Der Kellermeister ist darauf bedacht, fruchtige, rebsortentypische Rieslingweine auszubauen und alle Aromen und Mineralien, die die Natur den Trauben geschenkt hat, zu erhalten.
Ausbau: Mit dem tragischen Freitod von Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau endete die Ära Matuschka-Greiffenclau auf Schloss Vollrads im August 1997. Das Anwesen fiel an die Nassauischen Sparkasse als Hauptgläubiger. Zunächst wurde erfolglos versuchte, es im Ganzen zu veräußern. Danach entschieden man sich glücklicherweise, den Betrieb zunächst in eigener Verwaltung zu führen. Als Direktor konnte man Rowald Hepp gewinnen. Hepp begann sofort mit qualitätsfördernden Maßnahmen. Die Erträge wurden reduziert und der Anteil der Handlese wieder deutlich vergrößert. Auch im Keller wurden Trauben und Most erheblich schonender verarbeitet als zuvor. Bereits der erste Jahrgang unter Rowald Hepp’s Regie, der 99er, sorgte für Schlagzeilen.
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