Charakteristik: In der Farbe kräftig und dunkelrot. Im Aroma nach Beeren, Kirschen und Gewürzen. Im Charakter saftig, gehaltvoll, angenehme Geschmeidigkeit, schöne Fruchtkomponenten, gute Säurestruktur, lebhaftes Wechselspiel zwischen reicher Frucht und dezenter Säure.
Empfehlung: Paßt zu dunklen Fleischsorten.
Herkunft: Weingut Ruppert Deginther, Dittelsheim-Heßloch Rheinhessen. Gabriele und Karl-Joachim Ruppert sowie der jüngste Sohn Justus Ruppert betreiben ein Weingut mit Tradition, denn schon seit 6 Generationen wird in der Familie Wein erzeugt. In einer Zeit in der die zahlreichen Schreckensmeldungen im Lebensmittelbereich eines ganz deutlich zeigen: Es ist wichtig zu wissen, woher die Produkte kommen, die man verzehrt und wer sie hergestellt hat. Die Erzeugung qualitativ hochwertiger Trauben in den Weinbergen, der gezielte Ausbau der Weine in der Kellerei mit den nötigen Fachkenntnissen und der entsprechenden kellertechnischen Ausrüstung sowie der anschließende Direktvertrieb sind die Garanten für die unverfälschte Qualität und große Bekömmlichkeit der Weine. Die Weinberge liegen in den besten Lagen des Weinortes. Weinbau hat hier Tradition. Er wird bereits seit 1170 betrieben. Aktuel bewirtschaftet die Famile ruppert 27ha an Weinbergsfläche, der durchschnittliche Ertrag pro ha liegt bei 70hl. Der Anteil des Rotweins beträgt circa 30% und wird wegen des momentanen Rotweintrends ausgebaut, wobei vor allem die Rebsorten Dornfelder und Spätburgunder zu nennen sind. Die Anbauschwerpunkte nach Rebsorten sind beim Weißwein 10% Riesling, 8% Silvaner, 4% Kerner, 3% Weißburgunder und beim Rotwein 13% Dornfelder, 9% Portugieser und 6% Spätburgunder. Andere Sorten werden ebenfalls angebaut. Die Weinberge umfassen neben den örtlichen Lagen wie den 'Heßlocher Edle Weingärten' oder dem 'Heßlocher Liebfrauenberg' auch hervorragende Böden in den Nachbargemeinden wie dem 'Westhofener Bergkloster' oder dem 'Bechtheimer Pilgerpfad'. Den ökologischen Ansatz bei der Bewirtschaftung dieser Weinberge hat man weiterverfolgt und intensiviert. Der Weinbau erfolgt nach den Grundsätzen des integrierten Pflanzenbaus und das heißt: Praktizieren einer umweltschonende Bodenbewirtschaftung. Alle weinbaulichen Maßnahmen werden so gestaltet, daß die Fruchtbarkeit von Boden und Rebe, die Reinheit des Wassers und die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erhalten bleiben. Das Resultat: Schonung der Umwelt, gesunde Rebstöcke und Trauben sowie ein Wein, der zum Genuß ohne Reue einlädt! 2011 wurde die Weinliste erweitert: Mit der Rebsorte Sauvignon Blanc kommt eine bouquettstarke Rebsorte neu hinzu, die Rebsorten Chardonnay und Weißburgunder wurden erstmals als im Barrique gereifte Weine ausgebaut. Eine der besten Lagen ist als Name vom Aussterben bedroht. Aus bezeichnungsrechtlichen Gründen darf der Begriff "Lebkuchenberg" offiziell nicht mehr benutzt werden, obwohl dieses besondere Stück Land seit Generationen so genannt wird. Die Weinrechtsreform von 1971 hatte u. a. das Ziel, die Anzahl der Weinlagen zu verringern, um so zu einer besseren Übersicht für die Verbraucher zu gelangen. Dabei wurde die Lage Lebkuchenberg in die Lage Hesslocher Edle Weingärten eingegliedert. Was macht die Einzigartigkeit des Lebkuchenbergs aus? Es ist vor allem der Boden und das unvergleichliche Terroir. Der felsige Untergrund wird durch Kalkstein gebildet, den Eisenerzadern durchziehen. Dies gibt dem dort wachsenden Riesling die intensive Mineralität. Die aufliegende Lößschicht sorgt für eine angemessene Ernährung der Reben und führt zu einem gezügelten Rebwachstum, so daß die Trauben zur Ausreifung lange am Stock verbleiben können. Die genaue Ausrichtung der Lage nach Süden und die Hanglage mit mehr als 25% Steigung bewirken eine optimale Sonneneinstrahlung. Vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag liegt der pralle Sonnenschein auf diesem Hang. Optimale Bedingungen für die Rebsorte Riesling. Die Reben wurden bereits vom Großvater vor vielen Jahren gepflanzt. Daher durchwurzeln sie jetzt intensiv und in die Tiefe gehend den Boden, können die Nährstoffe und Mineralien gut aufnehmen und in die Trauben einlagern. Das Alter der Rebstöcke und das damit einhergehende langsame Wachstum führen zu kleinen, aromatischen Beeren. Daraus resultiert ein geringer Ertrag von besonderer Güte! All diese Komponenten machen das aus, was man heute unter dem Begriff Terroir versteht.