Rebsorte: Portugieser Charakteristik: Dieser Portugieser aus der Saale-Unstrut-Region besticht mit blumig, fruchtiger und überzeugender Wärme und einer angenehmen Fülle. Empfehlung: Er fügt sich besonders nahtlos an Fleischgerichte jeder Art und kann auch gern einmal kühler getrunken werden, als empfohlen, denn dann entfaltet er eine erfrischende Wirkung und rundet einen feingenüsslichen Sommerabend ab. Seine optimale Trinktemperatur beträgt 16-18 Grad.
Herkunft: Die Flüsse und der Wein prägen die Saale-Unstrut-Region. 500 Weinbauern prägen die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut, eine Genossenschaft, die vor 75 Jahren begründet wurde. Manches Mitglied zwischen Höhnstedt, Freyburg und Jena hat nur wenige Weinstöcke hinter dem Haus, andere verfügen über große Rebflächen, wie die Agrarunternehmen in Gleina, Steigra, Burgscheidungen und Höhnstedt. Untrennbar mit Freyburg ist die 1000jährige Weinkultur an Saale und Unstrut verbunden. In der Nähe der Stadt befindet sich eine Reihe alter Weinberge mit schönen Weinbergshäuschen. Vorwiegend trocken ausgebaut, werden hier mehr als 15 verschiedene Rebsorten gekeltert und ausgeschenkt. Müller Thurgau, Silvaner, Riesling, Portugieser, Dornfelder und andere genießt man am besten direkt beim Winzer oder bei einem geselligen Beisammensein in einer gemütlichen Weinstube, einem anspruchsvollen Restaurant oder einem urigen Kellergewölbe. Denn in der Weinhauptstadt des nördlichsten Qualitätsanbaugebietes Europas hat man sich ganz auf weintypische Erlebnisangebote eingestellt. Die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG ist das größte weinproduzierende Unternehmen der Region. Gegründet wurde die Winzervereinigung 1934 und gilt somit als eines der traditionsreichen Unternehmen im Saale-Unstrut Gebiet. Momentan bewirtschaften etwa 500 Mitglieder eine Fläche von rund 360ha. In einen der größten Holzfaßkeller Deutschlands lädt die Winzervereinigung in der Querfurter Straße 10 zu Führungen und Weinproben ein. Insgesamt kommt der Wein von rund 360ha Rebfläche, gut 20% davon sind Steillagen, die besonders viel körperliches Engagement erfordern. 500 Winzer sorgen für gesunde Trauben. Gegenwärtig verlassen etwa drei Millionen Flaschen jährlich die modernen Abfüllanlagen in Freyburg-Unstrut und finden sich bundesweit in den Regalen des Handels und den Weinkarten der Gastronomen. Damit ist die Winzervereinigung nicht nur der größte Weinproduzent in den neuen Bundesländern. Deren Mitglieder sind auch engagierte Landschaftspfleger, die mit der Natur im Einklang den Flussufern Halt und Würde verleihen. Die Natur dankt mit mineralischen Böden, die die Wärme speichern und den Reben ein nährstoffreiches Auskommen bescheren. Wenn sie sich nur genügend anstrengen und tief nach Wasser graben. Von nichts kommt eben nichts, das gilt gleichermaßen für die Pflanzen, wie auch die Winzer. Der Aufwand lohnt, die leichten, spritzigen Weine vorwiegend aus weißen Trauben gewinnen bundesweit immer mehr Freunde. Zur über tausendjährigen Tradition gesellt sich modernste Technik im Keller. Neben Computer gestützten Gärtanks behauptet sich aber zunehmend das gute alte Holzfass. Hat die Winzervereinigung von ihren Gründern bereits einen der größten und schönsten Holzfass-Keller Deutschlands geerbt, wird der Bestand gerade wieder erweitert. Im Keller sorgt Produktionsleiter Hans-Albrecht Zieger für den richtigen Ton im Wein. Als Chef der Bonitur-Kommission setzt er auch die Maßstäbe für die Arbeit in den Weinbergen. Dem gebürtigen Sachsen steht mit Kellermeister Rudolf Thürkind ein Genossenschafts-Urgestein zur Seite. Der dritte im Bunde ist Knut Kiok, seine Spezialität sind rote Weine, die mittlerweile jede vierte Flasche füllen. Mit seinem leichten, bekömmlichen Weinen ist der Portugieser unter den roten Sorten der Saale – Unstrut Region die traditionellste. Er gelangte 1840 von Österreich nach Deutschland. Attribute des Portugiesers sind seine rubinrote Farbe und das Bukett von Erdbeeren mit einem leichten Pfefferton. Etwas gekühlt empfiehlt er sich als idealer Begleiter für laue Sommerabende. Rebfläche: 29 ha.
Ausbau: Weißweine werden gezügelt vergoren und vorwiegend in Edelstahltanks gelagert. Hochwertige Bukettweine lagern hingegen im großen Holzfaß. 20% der Rebfläche werden mit Rotwein angebaut. Dabei wird der traditionelle Ausbau bevorzugt, mit Maischegärung und Lagerung auf dem Holzfaß
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